back

Dringlichkeit

Texte insgesamt   7
Anzahl Zeichen   212496
Anzahl Autor*innen   13
Anzahl Referenzen   52
Anzahl des Wortes Kunst   201
Politische Skala   7.14

(Un)mögliche Didaktik. Vom Nutzen der Kunst

Politische Aspirationen und künstlerisch-edukative Absichten haben miteinander gemeinsam, dass sie Kunst eine bestimmte Wirksamkeit unterstellen. In modernistischen Ästhetiken wurde die sprachliche Verhandlung von Kunst (›Vermittlung‹) und Kunst für politische Aussagen einzusetzen (›Politik‹) gleichsam tabuisiert. Was bedeutet es, im künstlerisch-edukativen Bereich heute etwas von Kunst zu wollen? Eine mögliche Didaktik sollte von dem Kalkül ausgehen, dass es immer und unerwartet anders kommen kann als geplant. Intervenieren wir also in einen Diskurs, in dem ›didaktisch‹ als abwertende Bezeichnung kursiert, und erweitern wir die Palette möglicher Didaktiken um das Unplanbare.

Arbeit mit Gemeinschaften

Ein Gespräch über Partizipation und ihre Rahmenbedingungen

Theater- und Kunstprojekte, welche spezifische, bereits existierende Gruppierungen, Nachbarschaften oder neu geformte Interessengemeinschaften – häufig über einen längeren Zeitraum – kollektiv und partizipativ involvieren, sind vielfältig und treffen vermehrt auf reges Interesse. Doch wie wird Partizipation praktisch initiiert und organisiert und auf welchen Rahmenbedingungen beruht diese? Wie können Entscheidungsprozesse gestaltet werden und wer entscheidet darüber?

Zur Un/Eindeutigkeit politisch engagierter Kunst

Zu eindeutig, zu plakativ, zu gewollt – so lautet der vernichtende und oft geäußerte Vorwurf an politisch engagierte Kunst. Aber welche Vorstellung von Kunst und ihrer gesellschaftlichen und historischen Verschränkungen wird transportiert, wenn ihre Un-/Eindeutigkeit als ausschlaggebendes Bewertungskriterium gilt? Und welche Vorstellung von Politik wird vermittelt, wenn wie so oft in letzter Zeit eine Verbindung hergestellt wird zwischen einer krisenhaften Politik und einer (Re-)politisierung von Kunst?

Die Regeln der Kunst – Let’s Change the Rules!

Die Etablierung einer neuen ökonomischen Wertschöpfungskette in der Demokratischen Republik Kongo

Der Artikel diskutiert inwiefern das Projekt Institute of Human Activities (IHA) des holländischen Künstlers Renzo Martens in der Demokratischen Republik Kongo sein Versprechen eine neue ökonomischen Wertschöpfungskette zu etablieren einlöst.

Dringlichkeit

Zu Farbe und Potential eines gegenwärtigen Topos im Feld des Politisch-Ästhetischen am Beispiel des Zentrums für Politische Schönheit

Politische Dringlichkeiten sind meist Ausgangspunkt für die pompösen und lauten Auftritte des Zentrums für Politische Schönheit. Für die von ihnen genutzten Strategien bedienen sie sich aus zahlreichen Bereichen, etwa aus der Werbesprache, der politischen Propaganda, der satirischen Überhöhung oder auch der theatralen Inszenierung. In der Summe ergibt dies Projekte, die ihr Potential gerade aus geschickten Übergriffen schöpfen und damit sowohl Hüter disziplinärer Grenzen, etwa der Kunst oder der Politik, wie Apostel moralischer Klarheiten zuverlässig herausfordern. Der Text zerlegt die Vorgehen und fragt nach dem exemplarischen Gehalt dieser Sprache im Feld des Politisch-Ästhetischen.

Das Märchen vom süßen Brei

Diese Lecture-Performance zwischen Yvonne Wilhelm – sie ist Teil der Künstlergruppe knowbotiq research – und Nina Bandi wurde am 15. März 2018 in der raum*station in Zürich aufgeführt. Mitgewirkt hatte auch Sarah Züst, die mit Sound arbeitete. Bei diesem Text handelt es sich um das Script, das Yvonne Wilhelm und Nina Bandi in Vorbereitung auf die Veranstaltung gemeinsam entwickelt und während der Performance von ihren Mobiltelefonen abgelesen haben.

Gefallene Engel und andere Shootingstars

Ein Küchengespräch zwischen Tratsch und Theorie. Zur Rezeption radikaler künstlerischer Positionen in Russland

Das Gespräch widmet sich drei künstlerischen Positionen aus Russland: Pussy Riot, Pjotr Pawlenski und die Gruppe Woina. Ihre Arbeiten wurden in den letzten zehn Jahren in der westeuropäischen Öffentlichkeit als Beispiele einer Kunst diskutiert, die mit Begriffen wie Relevanz, Engagement, Radikalität, Subversion und Kritik assoziiert wird. In unserem Gespräch möchten wir nicht nur die Arbeiten dieser Künstler*innen diskutieren. Wir wollen auch der Frage nachgehen, was und wie über sie berichtet wird.